Das Restaurant EssEnz in den Enzgärten ist weit mehr als nur ein gastronomischer Betrieb. Es ist ein lebendiger Treffpunkt, ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Teilhabe, getragen vom inklusiven Gedanken des Trägers miteinanderleben e.V., der Menschen mit und ohne Behinderung hier gemeinsam arbeiten lässt. Ein Ort zum Verweilen, Genießen, ins Gespräch kommen, für Jung und Alt, für Gäste von außerhalb und für alle Mühlackerer.

„Wer derzeit durch die Enzgärten spaziert, ein Eis genießt, eine Veranstaltung besucht oder mit Freunden essen geht, weiß: Das EssEnz gehört zu diesem Ort dazu. Es ist für viele Menschen ein Stück Zuhause geworden, mitten in unserer Stadt“, betont Paul Renner, Oberbürgermeisterkandidat für Mühlacker.
Im Rahmen seines Wahlkampfs traf sich Paul Renner mit Norbert Bogner, Geschäftsführer von miteinanderleben service gGmbH, sowie Maren Bieberich, stellvertretende Geschäftsführerin von miteinanderleben service gGmbH, im EssEnz, um sich vor Ort ein Bild zu machen und die Themen persönlich zu besprechen.
„Es war mir wichtig, mich direkt vor Ort zu informieren, wie die aktuelle Situation aussieht und wie wir gemeinsam Lösungen finden können. Das EssEnz ist ein unverzichtbarer Ort, der von vielen geschätzt wird. Doch die Perspektive für diesen besonderen Ort ist ungewiss. Wir müssen jetzt handeln, um die Zukunft dieses Ortes zu sichern“, so Renner.
Bereits im Januar hat Renner im Rahmen der Haushaltsberatungen beantragt, die ursprünglich für 2028 geplante Erweiterung und Investition in das Gebäude auf das Jahr 2025 vorzuziehen. „Wir dürfen hier nicht länger zögern. Wenn wir wollen, dass das EssEnz auch 2026 und darüber hinaus bleibt, was es heute ist, dann müssen wir jetzt handeln und nicht erst in drei Jahren.“
Ein weiterer Schritt sei ein offenes Gespräch zwischen der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat mit dem Pächter miteinanderleben e.V., um gemeinsam Lösungen für die wirtschaftlich schwierige Zeit, insbesondere über die Wintermonate, zu finden. „Es braucht jetzt Verlässlichkeit und Solidarität. Dazu gehört für mich auch, dass wir prüfen, ob eine Reduzierung der Pacht möglich ist. Damit schaffen wir Planungssicherheit und verhindern, dass ein unverzichtbarer Ort in unserer Stadt an seine Grenzen kommt“, erklärt Renner.
Der Träger hat einen Verkaufscontainer in Eigenleistung angeschafft, um das gastronomische Angebot im Außenbereich zu stärken und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dieses Engagement verdient laut Renner nicht nur Anerkennung, sondern auch praktische Unterstützung durch die Stadt. „miteinanderleben ist der Stadt hier deutlich entgegengekommen. Ziel ist, über diesen zusätzlichen Verkauf den Umsatz zu steigern, was sich wiederum positiv auf die Umsatzmiete auswirkt. Deshalb sollten wir als Stadt nun ebenfalls einen Schritt auf den Träger zugehen und prüfen, ob die Investitionskosten des Containers auf die Umsatzmiete angerechnet werden können.“
Auch in baulicher Hinsicht besteht dringender Handlungsbedarf. Als Eigentümerin des Gebäudes steht die Stadt in der Verantwortung, notwendige Instandsetzungen nicht länger aufzuschieben. Konkret geht es unter anderem um die Erneuerung der Lüftungsanlage mit Wärmetauscher, die auch förderfähig wäre, sowie die Verbesserung des Eingangsbereichs durch den Einbau eines Windfangs, um den Gastraum vor Witterungseinflüssen zu schützen.
„Diese Maßnahmen sind überfällig – nicht aus Luxus, sondern aus Verantwortung. Wenn wir das EssEnz langfristig sichern wollen, müssen wir jetzt investieren. Auch wenn die Haushaltslage angespannt ist: Jeder Euro, den wir hier einsetzen, zahlt auf die Lebensqualität unserer Stadt ein. Und auf Dauer auch wieder auf die Einnahmen, über eine stabile, steigende Umsatzpacht.“
„Wir dürfen das EssEnz nicht verlieren. Es ist ein Ort, der verbindet. Ein Ort, der unserer Stadt gut tut. Und genau solche Orte brauchen wir, wenn wir Mühlacker lebenswert, einladend und gemeinschaftlich gestalten wollen. Dafür setze ich mich mit voller Überzeugung ein.“