Mein Plan für Mühlacker

Über fünf Monate war ich in allen Stadtteilen unterwegs, im Gespräch mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, sowie mit Vereinen und Unternehmen. Aus diesen vielen Begegnungen und Anregungen ist mein Plan für Mühlacker entstanden. Es ist mir eine Ehre, diesen Plan als Ihr Oberbürgermeister mit Leben zu füllen.

Mein Zukunftsplan verbindet konkrete Maßnahmen mit einer klaren langfristigen Perspektive, Realismus mit Vision und Beteiligung mit Verantwortung. Gemeinsam erreichen wir bis 2035 ein neues Mühlacker-Gefühl: Stolz. Zusammenhalt. Zuversicht.

Im Folgenden können Sie mein gesamtes Wahlprogramm lesen – für jeden Schwerpunkt zeige ich nachvollziehbar die aktuelle Lage und meinen Plan auf. Im Finanzkompass erläutere ich die finanzielle Herangehensweise.

Alternativ können Sie das Programm hier herunterladen und in leichter Sprache lesen:

1. Infrastruktur: Schulen, Kitas, Brücken – Substanz erhalten, Prioritäten setzen, gemeinsam sanieren

Die Lage:
  • Viele Schul- und Kita-Gebäude sind in kritischem Zustand – marode Fenster, veraltete Heizungen, energetische Mängel
  • Brücken, Straßen, Gehwege vielfach sanierungsbedürftig – mit Folgen für Sicherheit und Alltag
  • Jahrelang aufgeschobene Maßnahmen treffen auf leere Kassen – eine gefährliche Mischung
  • Der öffentliche Druck wächst: Familien, Vereine, Schulen warten zu Recht auf Verbesserungen
Mein Plan:
  • Sanierungsbarometer einführen: Übersichtliche, öffentlich einsehbare Prioritätenliste für alle kommunalen Gebäude und Infrastrukturen – mit Bewertung des baulichen Zustands, geplanter Maßnahme, Umsetzungszeitraum und Förderfähigkeit
  • Sanierungs-Tandems etablieren: Zusammenarbeit zwischen Stadt (z. B. Bauamt) und Nutzergruppen wie Schulen, Kitas, Trägern
  • Regelmäßige Dialogrunden: Transparente Abstimmung zu Bauphasen, Übergangslösungen, Mitverantwortung
  • Digitaler Projektkompass: Online-Tool mit Baufortschritt, Zeitplänen, Kostenentwicklung und Förderstatus
  • Effizienz durch Standardisierung: Vorgeplante Module, gebündelte Ausschreibungen, parallele Bauphasen
  • Pilotprojekte als Blaupause: Beispielhafte Sanierungen mit klar definiertem Zeit- und Finanzrahmen
  • Frühzeitige Kommunikation: Ehrlichkeit statt Vertröstung – klare Infos, was möglich ist und wann
Finanzkompass:
  • Substanzerhalt vor Schönheitsreparatur: Priorität auf Maßnahmen mit dauerhafter Wirkung
  • Fördermittel strategisch nutzen: Fördermittelteams aufbauen, Programme von Bund, Land, EU aktivieren
  • Realitätscheck für jedes Projekt: Klare Einschätzung zu Kosten, Eigenanteil, Förderquote, Folgekosten
  • Haushaltsplanung mit Weitblick: Projekte priorisieren, Rücklagen gezielt nutzen
  • Bürgerdialog statt Stillstand: Offen kommunizieren, wofür Mittel reichen – und wofür nicht

2. Verwaltung modernisieren – Digital. Transparent. Nah am Menschen.

Die Lage:
  • Die Stadtverwaltung wird als langsam, intransparent, papierlastig und wenig bürgernah wahrgenommen
  • Fachkräftemangel, festgefahrene Strukturen und Zuständigkeitswirrwarr verhindern eine moderne Verwaltung
Mein Plan:
  • Entwicklung einer Digitalstrategie 2027 mit messbaren Zielen (z. B. Online-Anteil, Bearbeitungsdauer)
  • Ausbau digitaler Services wie Online-Anträge mit Statusverfolgung und Chat- und Rückruffunktion für Bürgerinnen und Bürger
  • Interne Strukturreform (extern begleitet durch Organisationsentwicklung):
    • Ämter neu zuschneiden oder bündeln 
    • Einführung von Projektteams, die ämterübergreifend zusammenarbeiten und Verantwortung für zentrale Querschnittsthemen übernehmen
  • Förderung einer neuen Servicekultur:
    • Schulungsoffensive für Mitarbeitende (z. B. klare Sprache, lösungsorientiertes Handeln)
  • Mitarbeitermotivation & Personalbindung:
    • Wertschätzungskultur durch transparente Kommunikation, Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten
    • Flexible Arbeitszeit- und Homeoffice-Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
    • Personalentwicklungsgespräche und Fortbildungsbudgets für individuelle Karrierewege
  • Digitalisierung nach innen:
    • Digitale Aktenführung, Prozessdigitalisierung, mobile Arbeitsplätze
    • Zusammenarbeit mit digital-affinen Kommunen (GovTech-Bündnisse)
Finanzkompass:
  • Zuschüsse z. B. „digital.LÄND“, EU-Programme für Verwaltungsmodernisierung
  • Einsparungen durch Reduktion von Papier, Personalaufwand und Bearbeitungszeiten
  • Investitionen gezielt auf skalierbare, übertragbare Projekte konzentrieren

3. Wirtschaft, Wohnen & Flächen aktivieren – Standort stärken, Gründungen fördern, Gewerbeflächen und Wohnraum sinnvoll nutzen.

Die Lage:
  • Fachkräftemangel, Nachfolgelücken, brachliegende Flächen und fehlender Wohnraum

Mein Plan:
  • Wirtschaftsbeirat neu denken:
    • Beratung für städtische Entscheidungen, Bedarfe und Standortfaktoren
  • Flächenstrategie:
    • Reaktivierung & gezielte Vermarktung brachliegender Gewerbeflächen
    • Konzeptvergabe & Erbpachtmodelle für städtische Flächen
    • Auf Grundlage der „KoopRegioN“-Umfrage Synergie-Potentiale zwischen Unternehmen heben (Lagerflächen, Parkflächen, etc.)
  • Wohnraumentwicklung:
    • Aktuell laufende Wohnbauprojekte wie Ziegelhöhe, Pferchäcker, Bauerngewand und die Lederfabrik in Enzberg konsequent voranbringen
    • Leerstände aktivieren, Aufstockungen im Bestand fördern
    • Gemeinsam mit der Stadtbau GmbH & Co. KG und privaten Investoren für bezahlbaren, sozialen und barrierefreien Wohnraum sorgen
  • Gründungs- und Nachfolgebüro:
    • Lotsenstelle für junge Gründerinnen und Gründer und Unternehmerinnen und Unternehmer 
    • Kooperation mit Kammern und Wirtschaftsförderung Region Nordschwarzwald
    • Gründerzentrum / Startup-Center: Förderung von Innovation und Unternehmergeist durch zentrale Räume, Beratung und Netzwerke für junge Unternehmen
    • Mögliche Zusammenarbeit mit umliegenden Hochschulen oder hochschulnahen Einrichtungen (z.B. Steinbeis-Zentren Unternehmensentwicklung in Pforzheim), verstärkte Nutzung der Angebote wie Start-up-Workshops an Schulen und Jugend gründet
  • Vereinbarkeit & Ausbildung:
    • Netzwerk „Beruf & Familie“ mit Unternehmen, Kita-Ausbau & Azubiwohnraum
Finanzkompass:
  • Förderung über Wirtschaftsregion Nordschwarzwald, Existenzgründungsfonds BW
  • Reaktivierung spart Erschließungskosten und schafft Einnahmen (Pacht, Gewerbesteuer)

4. Sicherheit & Sauberkeit – Sichtbare Präsenz, moderne Technik, saubere Plätze.

Die Lage:
  • Müll, Vandalismus, Dunkelheit und fehlende Präsenz sorgen für Unbehagen

Mein Plan:
  • Stadtordnungsdienst personell ausbauen:
    • Präsenz an Brennpunkten (Bahnhof, Eisenbahnbrücke, Enzgärten)
    • Zusammenarbeit mit Polizei & Streetwork
  • Option Videoüberwachung:
    • Prüfung eines Einsatzes an Brennpunkten wie Bahnhofsumfeld, dunklen Ecken und neuralgischen Punkten
    • Nur in Verbindung mit klaren Datenschutzregeln, Transparenz und regelmäßiger Wirksamkeits-Evaluation
    • Erfahrungen anderer Städte als Grundlage einbeziehen
  • Einsatz von digitalen Tools wie der Sicherheits-App „SafeNow App“
  • Mängelmelder-App & Reaktionszeit erhöhen:
    • Digitale Meldung mit Foto & Standort
    • Ziel: Beseitigung innerhalb von 72 Stunden
  • Beleuchtungsoffensive:
    • Energieeffiziente Beleuchtung dunkler Wege und Plätze
    • Testlauf smarter Lichttechnik (z. B. Bahnhofsnähe)
  • Zivilcourage & Prävention:
    • Workshops, Elternabende, Stadtteilarbeit mit Jugendlichen

 

Finanzkompass:
  • z.B. durch Förderprogramme wie „Sichere Kommune“ 
  • Investition in Licht & digitale Meldewege spart langfristig Reinigungskosten
  • Ehrenamtliche & Schulen in Präventionsarbeit einbinden

5. Stadtteile stärken – Demokratie im Alltag ermöglichen: Mehr Transparenz, echte Mitsprache und starke Stadtteile.

Die Lage:
  • Viele Menschen und Stadtteile fühlen sich nicht gehört, verstehen Entscheidungen nicht oder fühlen sich nicht ausreichend in die Gesamtstadt integriert
  • Es fehlt an verbindlichen Mitwirkungsstrukturen vor Ort – z. B. in Form von gewählten Ortschaftsräten
Mein Plan:
  • Ortschaftsräte in den Stadtteilen einführen:
    • Stärkung der lokalen Mitsprache und Identifikation
    • Verbesserte Kommunikation zwischen Verwaltung und Stadtteilen
  • Stadtmonitor veröffentlichen:
    • Online-Plattform mit aktuellen Projekten, Rückständen, Erfolgen
    • Ziel: Transparenz, Prioritäten und Kontrolle ermöglichen
  • Bürger-Think-Tank (Ideenforum) als Ideenwerkstatt:
    • Treffen, bei denen Bürgerinnen und Bürger, Fachleute, Vereine und Unternehmer gemeinsam Lösungen entwickeln und die Verwaltung beraten und kreative Impulse setzen
  • Bürgerdialoge ausbauen:
    • Regelmäßig, themenbezogen und in allen Stadtteilen
    • Formate wie „OB hört zu“, Rathaustage, Stadtteilcafés
  • Feedback- und Beteiligungsstruktur:
    • Online-Voting, Ideenboxen, Werkstattgespräche
    • Ziel: Ideen frühzeitig einholen & gemeinsam entwickeln
  • Ehrliche Kommunikation auch bei schwierigen Themen:
    • Pro & Contra offen darlegen, Umgang mit Konflikten/Kritik konstruktiv gestalten
Finanzkompass:
  • Beteiligung reduziert Fehlplanungen und spart langfristig Geld
  • Geringe Kosten durch digitale Formate & ehrenamtliches Engagement
  • Förderprogramme wie „Demokratie leben!“, „Gut Beraten!“ oder „Quartiersimpulse“ gezielt nutzen

6. Klima, Umwelt, Anpassung – Grün statt Grau: lokal handeln gegen Hitze & Versiegelung.

Die Lage:
  • Der Klimawandel ist auch in Mühlacker spürbar: Hitze, Trockenheit, Starkregenereignisse und Hochwasser
  • Stadt und Stadtteile müssen endlich resilienter und grüner werden
Mein Plan:
  • Maßnahmen des integrierten Klimaschutzkonzepts umsetzen
  • Hochwasserschutz konkret stärken:
    • Bau des Riegeldamms als Schutzmaßnahme 
    • Einbindung in ein übergreifendes Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzept
  • Hitzeaktionsplan für Innenstadt, Stadtteile und betroffene Quartiere:
    • Wasserinseln, Trinkbrunnen, Schattenplätze, Entsiegelung
  • Begrünungsoffensive:
    • Pflanzung neuer Bäume, Grünfassaden, Dachbegrünung, Förderung von Mini-Parks und Urban Gardening
  • Entsiegelungsprogramm:
    • Schulhöfe, Parkplätze, Wege: Rückbau von Asphalt, Förderung von Versickerung und Schwammstadt-Prinzipien
  • Naturschutz & Biodiversität:
    • Schutz und Aufwertung von Landschaftsschutzgebieten, Gewässern und Auenbereichen; Ausbau von Blühflächen sowie Insekten- und Vogelhabitaten
    • Kooperation mit Landwirten, Naturschutzverbänden und Schulen zur gemeinsamen Pflege und Entwicklung naturnaher Flächen
  • Wald- und Tierschutz:
    • Nachhaltige Waldbewirtschaftung und klimaangepasste Aufforstung
  • Solardach-Offensive für städtische Gebäude – gemeinsam mit der Bürger-Energie Region Mühlacker eG und den Stadtwerken Mühlacker GmbH
Finanzkompass:
  • Beteiligung an Programmen wie „Klimaanpassung urbaner Räume“ oder „Kommunale Klimaanpassung“ (Land BW bzw. Bund)
  • Kooperation mit Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen zur Pflege von Grün- und Schutzflächen
  • Geringe Investitionskosten bei hoher Wirkung im Grün- und Schutzbereich

7. Ehrenamt stärken: Mühlacker+ – Anerkennung, Förderung und Rückenwind fürs Engagement.

Die Lage:
  • Viele engagieren sich – aber Anerkennung, Nachwuchs und Unterstützung fehlen oftmals
  • Bürokratie und fehlende Sichtbarkeit bremsen Ehrenamt aus
Mein Plan:
  • LocalHero-Pass „Mühlacker+“ einführen:
    • Vorteile in städtischen Einrichtungen und bei Partnerbetrieben
    • Kostenlos für Engagierte ab einer bestimmten Stundenanzahl
    • Ausgabe über Vereine, Organisationen und Einrichtungen – gekoppelt an Funktion und Mitgliederzahl (z. B. Trainer, Feuerwehr, Vorstand)
  • Projektfonds für Ehrenamtsideen:
    • Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen und bei Partnerbetrieben
    • Unbürokratisch, transparent und gemeinsam mit den Engagierten gestaltet
  • Vereinsräume – Räume schaffen, die Engagement ermöglichen:
    • Bestehende, ungenutzte städtische Räume dezentral als Vereinsräume nutzbar machen
    • Einfach buchbar, flexibel nutzbar und kostengünstig für alle Vereine und Initiativen
  • Abend des Ehrenamts:
    • Mit Auszeichnungen, Musik, Begegnung und Wertschätzung
  • Zentrale Anlaufstelle für Ehrenamt:
    • Beratung zu Vereinsrecht, Fördermitteln, Nachwuchsgewinnung
    • Eine Ansprechstelle für alles rund ums Engagement und Ehrenamt
    • Enge Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas zur Mitgliedergewinnung
Finanzkompass:
  • Ehrenamtsförderung Land BW, Sparkassenstiftungen, Unternehmen
  • Vorteile durch Sachleistungen statt Geldleistungen
  • Projektfonds mit überschaubarem Budget – große Wirkung durch Vielfalt und Sichtbarkeit

8. Innenstadt beleben & Bahnhofstraße stärken – Mühlackers Mitte neu gestalten: lebendig, grün und belebt.

Die Lage:
  • Leerstand, überalterte Substanz, wenig Aufenthaltsqualität und laute Innenstadt
  • Zerschneidung durch Verkehr, fehlende Impulse für Erneuerung
Mein Plan:
  • Sofortprogramm Innenstadt (2026-2027):
    • Test-Einbahnstraße, öffentlicher Wettbewerb „Bahnhofstraße macht sich schön“
    • Gestaltungshandbuch, Pilotförderung für kreative Erdgeschossnutzung
  • Sanierungsgebiet & Förderkulisse ab 2027/2028:
    • Zuschüsse für Umbau, Begrünung, Barrierefreiheit
    • Mietzuschuss für neue Geschäfte, Ladenlokale und Pop-Up-Räume
  • Wohnraum im Zentrum aktivieren:
    • Förderung kleiner Wohnungen, Dachausbauten, Umnutzung leerer Etagen
  • Öffentlichen Raum neu denken:
    • Stadtgrün, neue Möblierung, Trinkbrunnen, barrierefreie Querungen
    • Versenkbare Poller ermöglichen eine autofreie Innenstadt zu definierten Zeiten (z. B. an Wochenenden oder zu Veranstaltungen) und dienen der Verkehrsberuhigung und Aufenthaltsqualität
    • Stelen informieren entlang wichtiger Fußwege, historischer Orte und Routen und bieten Stadtführung, Orientierung und Hintergrundwissen
  • Lärmreduktion in der Innenstadt:
    • Lärmmindernde Fahrbahnbeläge und Begrünung als Schallschutz
  • ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) als Rahmenprozess ab 2026:
    • Intensive Beteiligung von Bürgerschaft, Stadtteilen, Gemeinderat, Vereinen, Wirtschaft, Jugend und Bildungseinrichtungen
    • Monitoring und Umsetzungsbegleitung über einen digitalen Stadtkompass
    • Entwicklung einer langfristigen Gesamtstrategie für Mühlacker
Finanzkompass:
  • z.B. Städtebauförderung, Wohnraumoffensive BW mit einer weiterentwickelten Wiedervermietungsprämie, LGVFG oder EFRE bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Gestaltungsspielräume für lokale Ideen – insbesondere, wenn mehrere Ziele (z. B. Klima, Mobilität, Teilhabe) klug kombiniert werden 
  • Förderung über Zwischennutzung, Erbpacht, Pilotmodelle
  • Bündelung mit Klimamaßnahmen, Mobilität und Kulturprojekten

9. Soziales, Bildung, Familie & Inklusion – Für ein faires und starkes Miteinander

Die Lage:
  • Soziale Unterschiede und Barrieren erschweren Teilhabe und Bildungserfolg
  • Familien, Kinder und Menschen mit Einschränkungen brauchen gezielte Unterstützung
  • Chancengleichheit beginnt im Alltag – vor Ort, in der Kita, in der Nachbarschaft
Mein Plan:
  • Familien stärken:
    • Kitas und Ganztagsangebote bedarfsgerecht ausbauen – mit flexiblen Öffnungszeiten und wohnortnahen Angeboten
    • Beratungsangebote für junge Familien und Alleinerziehende ausbauen
  • Bildung fördern:
    • Stärkere Kooperation mit Schulen, Jugendhilfe, vhs & Bildungsnetzwerken
    • Schulsozialarbeit stärken, außerschulische Lernorte fördern, Lesepatenschaften und Ferienprogramme ausbauen
  • Inklusion leben:
    • Barrierefreie Zugänge in öffentlichen Gebäuden & im öffentlichen Raum
    • Beteiligung von Betroffenen bei Planung und Umsetzung – z. B. Inklusionsbeirat
  • Soziale Teilhabe ermöglichen:
    • Lokale Programme gegen Kinderarmut, Einsamkeit im Alter und soziale Isolation initiieren
    • Mehrgenerationenangebote und Quartiersinitiativen unterstützen
Finanzkompass:
  • Fördermittel von Bund und Land – z. B. über das Bildungs- und Teilhabepaket, Programme zur Inklusionsförderung und Quartiersentwicklung
  • EU-Förderprogramme für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung nutzen
  • Zusammenarbeit mit freien Trägern, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Bürgerinitiativen – gemeinsam mehr bewirken

10. Integration & Zusammenhalt – Vielfalt leben: Durch Begegnung, Sprache und Beteiligung.

Die Lage:
  • Rund 40 % der Menschen in Mühlacker haben eine Migrationsgeschichte
  • Teilhabe, Austausch und Anerkennung sind nicht selbstverständlich
Mein Plan:
  • „Connect Mühlacker – Zentrum für Teilhabe & Integration“: Ein zentraler Ort, der Integrationsangebote bündelt, Orientierung gibt und dabei auf das Prinzip „Fördern und Fordern“ setzt:
    • Beratung zu Sprache, Alltag, Arbeit, Bildung und Behörden – mit Fokus auf Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
    • Dolmetschdienst mit zeitlicher Begrenzung, um Integration zu erleichtern, aber auch zur Eigeninitiative zu motivieren
    • Koordination von Ehrenamt & Projekten – inklusive gezielter Gewinnung, Schulung und Begleitung von Integrationspatinnen und -paten
  • Teilhabe durch Begegnung – raus aus der Isolation, rein in die Gemeinschaft:
    • Integrationsgipfel mit Vereinen und Migrantenorganisationen, um gezielt Jugendliche in Strukturen wie Sport, Musik, Feuerwehr oder Sozialarbeit einzubinden
    • Förderung interkultureller Projekte an Schulen, Kitas, im Vereinsleben
    • Stadtteilaktionen & Feste der Vielfalt
  • Kommunikation konkret & digital:
    • Mehrsprachige Grundinformationen auf der städtischen Website und per App – nicht flächendeckend im Stadtblättle, sondern gezielt & digital
  • Sichtbarkeit & Vorbilder:
    • „Gesichter der Vielfalt“: Porträts engagierter Menschen mit Migrationsgeschichte
    • Jährlicher Integrationspreis für Projekte, die Brücken bauen
Finanzkompass:
  • Landesmittel über das Integrationsministerium BW & Stiftungen
  • Förderung von Netzwerken und ehrenamtlicher Begleitung statt teurer Verwaltungsstrukturen
  • Starke Wirkung durch Engagement, nicht durch Bürokratie

11. Mobilität & ÖPNV neu denken – Flexibel, verlässlich und gerecht: Für alle Stadtteile.

Die Lage:
  • Stadtteile wie Mühlhausen oder Großglattbach sind abends und am Wochenende schlecht angebunden
  • ÖPNV wird als teuer oder unattraktiv wahrgenommen
Mein Plan:
  • Kurzfristige verkehrliche Verbesserungen im Stadtbusverkehr: z.B. Prüfung der Anbindung von Quartieren
  • Zusammenarbeit mit dem Landkreis Enzkreis und dem Verkehrsverbund zur umfassenden Neukonzeption des Busverkehrs in Mühlacker:
    • On-Demand-Shuttles einführen, zur flexiblen Anbindung aller Stadtteile
    • Anbindung der Stadtteile auch abends und bis in die Nacht 
    • Pilotphase für zwei Stadtteile (Prüfung, ob dies bereits im laufenden Verkehrsvertrag möglich ist)
  • Radwegenetz verbessern:
    • Verbindung aller Stadtteile mit sicherer Radinfrastruktur bis 2030
    • Schaffung weiterer Radservice-Punkte (Radreparaturstationen) und Fahrradabstellanlagen in allen Quartieren
    • Langfristig: Einführung eines Fahrradverleihsystems in der Kernstadt
  • Carsharing & E-Mobilität stärken:
    • Kooperation mit bestehenden Anbietern & Stadtwerken ausbauen
    • Ziel: Carsharing in jedem Stadtteil
  • Attraktive und barrierefreie Haltestellen schaffen:
    • Sukzessiver barrierefreier Ausbau, Priorität von Haltestellen in der Nähe öffentlicher Einrichtungen, Schulen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
    • Hitzegeschützte und teilbegrünte Haltestellenbedachungen mit Sitzmöglichkeit und Platz für Rollstuhl/Kinderwagen usw. schaffen
Finanzkompass:
  • Landesförderung über „On-Demand-Verkehre“, „Mobilitätspakt BW“, LGVFG
  • Partnerschaften mit Unternehmen, Nachbarkommunen und Landkreis zur gegenseitigen Unterstützung und Kostenteilung
  • Pilotprojekte auf freiwilliger Basis mit Sponsoring und Fördermitteln

12. Jugend ernst nehmen – Raum, Stimme, Verantwortung: Jugend mitgestalten lassen.

Die Lage:
  • Viele Jugendliche fühlen sich nicht ausreichend gehört oder vertreten
  • Es fehlt an jugendgerechten Treffpunkten, Freizeitangeboten und sichtbarer Mitbestimmung
  • Bestehende Strukturen wie Jugendhäuser oder Vereinsjugendarbeit leisten viel, sind aber teils, personell knapp oder räumlich eingeschränkt
Mein Plan:
  • Beteiligung stärken:
    • AK Jugend weiterentwickeln und dezentral in die Stadtteile tragen
    • Einführung regelmäßiger Jugendforen in Schulen und Quartieren – mit direktem Draht zur Stadtspitze
    • Beteiligung öffentlich sichtbar machen und umsetzen 
  • Jugendräume und Freizeitangebote ausbauen:
    • Bestehende Jugendhäuser und -treffs strukturell stärken
    • Jugend-Pavillons oder modulare Treffpunkte als unkomplizierte, wettergeschützte Aufenthaltsorte schaffen
    • Zwischennutzung leerstehender Gebäude/Läden als kreative Räume für Musik, Kunst, Gaming, Workshops
  • Jugend-Ideen-Fonds:
    • 10.000 €/Jahr für Ideen direkt aus der Jugend – einfach beantragbar durch Gruppen oder Einzelpersonen
    • Begleitung durch Jugendsozialarbeit oder Vereinsjugend zur Stärkung der Selbstorganisation
  • Digitale Jugendplattform:
    • App mit aktuellen Veranstaltungen, Beteiligungsmöglichkeiten, Feedback-Funktion und Chat mit dem Stadtjugendreferat
Finanzkompass:
  • Fördermittel aus dem Landesjugendplan BW, Bundesprogramme (Demokratie leben!, Beteiligung Jugend)
  • Ko-Finanzierung durch private Träger, Stiftungen
  • Investitionen in Beteiligung und Räume sparen langfristig Kosten – durch höhere Akzeptanz, weniger Vandalismus und stärkere Bindung junger Menschen an die Stadt

13. Tourismus & Stadtidentität stärken – Mühlacker erleben: Geschichte, Natur, Kultur sichtbar machen.

Die Lage:
  • Mühlacker hat viele Potenziale – von Museen über Kelten- und Römergeschichte bis Natur – aber zu wenig Sichtbarkeit
Mein Plan:
  • Tourismusstrategie „Mühlacker erleben“ entwickeln:
    • Positionierung zwischen Heckengäu, Stromberg, Nordschwarzwald und Kraichgau
    • Kooperation mit Regionalverbünden und Tourismuszentralen
  • Museumslandschaft stärken:
    • Radiomuseum, Heimatmuseum, Christbaumständermuseum sichtbarer machen
    • Digitale Führungen, neue Formate, Aktionstage
  • Historische Orte erlebbar machen:
    • Villa Rustica, Löffelstelz, Senderareal vernetzen
    • Infotafeln, Apps, Rundwege – mit Beteiligung von Schulen & Geschichtsvereinen
  • Veranstaltungen & Regionalvermarktung:
    • Weinfeste, Enzradeln, Stadtgeschichte erleben – auch touristisch aufbereitet
    • Regionale Produkte und Märkte hervorheben – in die Innenstadt bringen
  • Kunst stärken:
    • Künstler und Ateliers fördern, Räume sichtbar machen
    • Kunst im öffentlichen Raum erlebbar machen (Ausstellungen, Street-Art)
  • Infrastruktur verbessern:
    • Wegweiser, (digitale) Infopunkte, barrierefreie Zugänge
    • Förderung von Gastronomie und Übernachtungsangeboten
Finanzkompass:
  • Tourismus BW, Kulturfonds, EFRE
  • Synergien mit Kultur, Bildung, Mobilität und Innenstadtentwicklung
  • Beteiligung von Vereinen, Heimatforschung, Gastronomie & Handel als Multiplikatoren

    Dieser Zukunftsplan ist mein Angebot für Sie, für Mühlacker. Er verbindet konkrete Maßnahmen mit langfristiger Perspektive, Realismus mit Vision und Beteiligung mit Verantwortung.

    Wir stehen am Anfang eines neuen Kapitels.

    Lassen Sie uns jetzt mutig losgehen – gemeinsam, entschlossen und mit einem Ziel:

    2035 – ein neues Mühlacker-Gefühl: Stolz. Zusammenhalt. Zuversicht.

    Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen – auf der Straße, im Stadtteil, im Netz.